Grimms Märchen

König Drosselbart

Eine stolze Königstochter lacht über alle Männer und muss mit einem armen Sänger das Schloss verlassen.

Rozdział 14 Niemiecki A2 Podstawowy
Rzeczownik Nazwa własna Czasownik Czasownik posiłkowy Przymiotnik Przysłówek Zaimek Określnik Przyimek Liczebnik Spójnik współrzędny Spójnik podrzędny Partykuła Wykrzyknik Inne

Ein König hatte eine wunderschöne Tochter. Aber sie war so stolz, dass ihr kein Mann gut genug war. Einmal gab der König ein großes Fest und lud alle Männer ein, die heiraten wollten. Die Königstochter ging an ihnen vorbei, aber an jedem fand sie einen Fehler. Der eine war ihr zu dick: „Das Weinfass!“, sagte sie. Der andere war zu blass: „Der bleiche Tod!“ Ein guter König hatte ein etwas krummes Kinn. Über ihn lachte sie besonders. „Seht mal, der hat ein Kinn wie ein Drosselschnabel!“, rief sie. Seitdem hieß er König Drosselbart.

Da wurde der alte König zornig. „Meine Tochter soll den ersten Bettler heiraten, der an meine Tür kommt“, sagte er.

Ein paar Tage später sang ein armer Spielmann unter dem Fenster. Der König rief ihn herein, und der Spielmann sang in seinen schmutzigen Kleidern vor dem König und seiner Tochter. Dann sagte der König: „Dein Lied hat mir so gut gefallen, dass ich dir meine Tochter zur Frau gebe.“ Die Königstochter erschrak, aber der König hielt sein Wort. Sie musste den Spielmann sofort heiraten und mit ihm das Schloss verlassen.

Zu Fuß gingen sie fort. Als sie in einen großen Wald kamen, fragte sie:

„Ach, wem gehört der schöne Wald?“

„Der gehört dem König Drosselbart;

hättst du ihn genommen, so wär er dein.“

„Ich arme Jungfer zart,

ach, hätt ich genommen den König Drosselbart!“

Auch die grüne Wiese und die große Stadt gehörten dem König Drosselbart. „Es gefällt mir gar nicht, dass du dir immer einen anderen Mann wünschst“, sagte der Spielmann. „Bin ich dir nicht gut genug?“

Endlich kamen sie zu einem ganz kleinen Haus. „Das ist unser Haus“, sagte der Spielmann. „Und wo sind die Diener?“, fragte die Königstochter. „Diener?“, antwortete er. „Du musst alles selbst machen. Mach Feuer und koch mir mein Essen.“ Aber die Königstochter konnte weder Feuer machen noch kochen.

Bald hatten sie nichts mehr zu essen. „So geht es nicht weiter“, sagte der Mann. „Du musst Körbe flechten.“ Aber die harten Zweige machten ihre zarten Hände wund. Dann sollte sie spinnen, aber der Faden schnitt ihr in die Finger, bis sie bluteten. „Du kannst ja gar nichts“, sagte der Mann. „Dann verkaufst du eben Töpfe auf dem Markt.“ Die Königstochter dachte: „Wenn mich dort Leute aus meinem Land sehen, lachen sie mich aus!“ Aber sonst mussten sie hungern.

Das erste Mal ging es gut, denn die Leute kauften der schönen Frau gern ihre Töpfe ab. Beim zweiten Mal saß sie mit den neuen Töpfen an einer Ecke auf dem Markt. Da kam plötzlich ein betrunkener Soldat auf seinem Pferd und ritt mitten durch die Töpfe. Alles ging in tausend Stücke. Weinend lief sie nach Hause. „Du kannst keine Arbeit richtig machen“, sagte der Mann. „Aber im Königsschloss suchen sie eine Küchenmagd. Dort bekommst du wenigstens Essen.“

Nun arbeitete die Königstochter in der Küche und musste die schwerste Arbeit machen. In ihren Taschen hatte sie zwei kleine Töpfe. Darin brachte sie die Reste vom Essen nach Hause, und davon lebten sie.

Eines Tages bereitete man im Schloss eine große Hochzeit vor. Die arme Frau stand an der Saaltür und sah zu. Alles war voller Licht und Pracht, und sie dachte traurig: „Mein Stolz hat mich so arm gemacht.“ Plötzlich kam ein Mann herein. Er trug Samt und Seide und goldene Ketten. Er nahm sie an der Hand und wollte mit ihr tanzen. Sie erschrak, denn sie erkannte ihn: Es war König Drosselbart! Er zog sie in den Saal. Da fielen ihr die beiden Töpfe aus den Taschen. Die Suppe floss über den Boden, und alle Leute lachten. Sie schämte sich furchtbar und lief hinaus. Aber auf der Treppe holte sie ein Mann ein und brachte sie zurück. Es war wieder König Drosselbart.

Freundlich sagte er: „Hab keine Angst. Ich bin der Spielmann, der mit dir in dem kleinen Haus gewohnt hat. Und der Soldat auf dem Pferd war auch ich. Das alles habe ich getan, weil du so stolz warst und mich ausgelacht hast.“ Da weinte sie bitterlich und sagte: „Ich habe großes Unrecht getan. Ich bin nicht gut genug für dich.“ Aber er sagte: „Die bösen Tage sind vorbei. Jetzt feiern wir unsere Hochzeit.“ Man zog ihr die schönsten Kleider an, und auch ihr Vater kam und wünschte ihr Glück. Und jetzt begann erst die richtige Freude.

Tłumaczenie nie zostało jeszcze utworzone.

Wczytywanie zdań...

50+
20+
10+
5+
4
3
2
1

Witamy ponownie!

Zaloguj się, aby kontynuować

Brak konta? Zarejestruj się